Chronik

12. Spielzeit: 2005-2006

Thorsten Klees, Stefan Jöckel, Jochen Wenzel, Sascha Kaspar, Thorsten Wszolek, Viola Schäfer & Simone Lindenberger in "Die Feuerzangenbowle", Tournee-Produktion 2005 Thorsten Klees, Stefan Jöckel, Jochen Wenzel, Sascha Kaspar, Thorsten Wszolek, Viola Schäfer & Simone Lindenberger in "Die Feuerzangenbowle", Tournee-Produktion 2005

Eigentlich sollte die Eröffnung der 12. Spielzeit mit einem Revival des erst 2004 herausgebrachten Musicals DIE FEUERZANGENBOWLE ein großer Kracher werden, doch die überraschend vorgezogenen Neuwahlen von Kanzler Gerhard Schröder haben das ein wenig beeinträchtigt. Unter diesen Voraussetzungen sind zwei halb ausverkaufte Vorstellungen schon eine beachtliche Leistung gewesen. Und das, obwohl auch wir vieler lieber abends die Politik-Talkshows gesehen hätten...

 

Im November 2004 glänzen Werner Krause und Anita Peters als Ehepaar Stegmann in dem Schwank DIE SCHWEBENDE JUNGFRAU des altbewährten Autoren-Duos Franz Arnold und Ernst Bach in der Hessischen Bearbeitung von Thorsten Wszolek und sorgen für Heiterkeitsstürme im Publikum. Die Identifikation ist so stark, dass Werner Krause noch heute oftmals mit „Steeschmann" auf der Straße angesprochen wird.

Stefanie Wszolek, Thorsten Wszolek & Sascha Kaspar in "Die schwebende Jungfrau", 2005 Stefanie Wszolek, Thorsten Wszolek & Sascha Kaspar in "Die schwebende Jungfrau", 2005

Hervorzuheben ist noch der groteske Auftritt von Thorsten Klees als „Neescher-Boxer" Johnny Jefferson, der dem Publikum abermals Lachsalven beschert.


Darüber hinaus ist das Neu-Isenburger Mundart-Ensemble von Ende November bis zum 4. Advent mit DIE FEUERZANGENBOWLE und DIE MUNDART WEIHNACHTSGESCHICHTE parallel auf Tournee. Somit ist dies das erste Mal, dass zusammen mit DIE SCHWEBENDE JUNGFRAU drei Stücke gleichzeitig laufen.


Highlight dieser Tour ist die Vorstellung am 5. Dezember 2005 von DIE MUNDART WEIHNACHTSGESCHICHTE in der Nikolauskapelle (ehem. Kirche) in Frankfurt am Main. Enge räumliche Verhältnisse haben zu einer Reduktion des Orchesters auf 13 Musiker geführt, die um die gesamte Bühne herum sitzen müssen. Aber bereits bei der Probe stellt sich heraus, dass die Atmosphäre und der Sound in dieser kleinen Kapelle einzigartig sind. Die Vorstellung am Nikolausabend ist sowohl für das Publikum, als auch für alle Mitwirkenden ein einmaliges, unvergessliches Ereignis. Das intime Fluidum der Nikolauskapelle vermittelt die Emotionen des Weihnachtsmärchens noch prägnanter, als es in großen Häusern möglich ist.


Im Januar 2006 findet in der Neu-Isenburger Hugenottenhalle erstmals nach längerer Pause wieder ein NEUJAHRSKONZERT statt, das von hr4-Star Heinz Günter Heygen moderiert wird. Dirigent Thorsten Wszolek wartet u.a. mit Highlights aus „Der Nussknacker", „Peer Gynt", und „Carmen" auf.

 

Als einer der Höhepunkte kann die von ihm für den Film AMRUM komponierte "Kleine Amrum-Suite" hervor gehoben werden, die Wszolek vorab dem gespannten Publikum im einzelnen erklärt und vermittelt. Wszoleks Orchestererklärungen, die üblicherweise für Kinder abgehalten werden, sollen fortan fester Bestandteil der NEUJAHRSKONZERTE werden.

 

Gesangssolistin Stefanie Wszolek brilliert mit „Erinnerung" aus CATS und „Nur ein Blick" aus SUNSET BOULEVARD. Fazit: Voll besetztes Haus, humorvolle Moderation und ein Mainhatten Pops Orchester in bester Spiellaune - jede Menge Zugaben!

Gerti Schäfer, * 28. Januar 1934, † 14. Januar 2006 Gerti Schäfer, * 28. Januar 1934, † 14. Januar 2006

Am 14. Januar 2006 verstirbt plötzlich und unerwartet Gerti Schäfer. Erstmals seit Gründung verlässt somit ein M.A.T.-Topstar die Bühne. Von der Dirne bis zur Nonne hat sie alles gespielt, was möglich war und ist sich niemals zu schade gewesen, die "komische Alte" zu geben. 

 

Sie erhält quasi ein Staatsbegräbnis auf dessen Trauerfeier Thorsten Wszolek in Begleitung des Mainhatten Pops Orchesters sein Lied "Wo sind die Clowns" singt. Ferner spielen die Musiker ein Medley ihrer beliebtesten Songs, die Gerti Schäfer in ihren Rollen immer wieder gerne gesungen hat.

 

Bei strömendem Regen und einer überdimensionalen Anteilnahme ihrer Lebensbegleiter und Fans ist die Friedhofskapelle überfüllt, und rund einhundert Menschen verfolgen die Trauerfeier unter Regenschirmen im Freien.

 

Mit DIE FEUERZANGENBOWLE tritt das Ensemble im März 2006 erstmals auch im Saalbau Stadthalle Zeilsheim (Frankfurt am Main) auf, der seitdem zu einer festen Spielstätte des M.A.T. wird. Lokaler Veranstalter ist das Kulturforum Zeilsheim e.V. unter der Leitung von Frau Karin Nass.

Thorsten Wszolek, Gisela Wolf, Dieter Lindenberger & Wolfgang Uhrhan in "Rendezvous im Opernhaus", 2006 Thorsten Wszolek, Gisela Wolf, Dieter Lindenberger & Wolfgang Uhrhan in "Rendezvous im Opernhaus", 2006

Den Saisonabschluss macht im Mai 2006 das Revival der Lokalposse RENDEZVOUS IM OPERNHAUS, das zum 5-jährigen Jubiläum des Neu-Isenburger Mundart-Ensembles gespielt wurde. Mit Thorsten Wszolek, Gisela Wolf, Pamela Cullmann, Jürgen Bülow und Dieter Lindenberger stehen dieselben Protagonisten auf der Bühne wie in der 1999-er-Fassung. Das Publikum liebt den Frankfurter Bilderbogen von kurz vor der Jahrhundertwende 1800 / 1900 und sorgt dreimal für volles Haus.

 

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