Nachgefragt

Webmaster JAM im Gespräch mit Corinna Weiß

November 2007, anlässlich der 3. Produktion von MEI FAIR LISSBETH

JAM: Corinna, Sie haben viele Figuren in Uraufführungen des Mund Art Theater geprägt, unter anderem Lissbeth Schaffnix in MEI FAIR LISSBETH (1996), Amanda Cratchit in DIE MUNDART WEIHNACHTSGESCHICHTE (1997), Marische Poppisch in ES POPPISCH MARIESCHE (1998) oder Miss Sophie in DINNER FOR ONE – KILLER FOR FIVE (2006). Was macht die Rolle der Lissbeth Schaffnix so besonders? 


CORINNA: Die Lissbeth war meine erste wirklich große Rolle. Wir hatten damals bei den Proben und den Aufführungen so viel Spaß, dass ich mir immer gewünscht habe, diese Rolle noch einmal spielen und singen zu dürfen. Außerdem ist das Stück an sich einfach Klasse: MY FAIR LADY "umgekehrt" – da muss man erst mal drauf kommen.

 

JAM: Sie haben die Welt-Uraufführung von MEI FAIR LISSBETH in 1996 gespielt und dann in der 2002er-Revival-Fassung aufgrund Ihrer ersten Babypause ausgesetzt. Nun stehen Sie als Lissbeth wieder auf der Bühne. Hat sich die Figur in über zehn Jahren verändert?

 

CORINNA: Meine Figur vielleicht ein bisschen – aber die Lissbeth bleibt wie Sie war: lustig und liebenswert.

 

JAM: Ergibt sich denn eine Veränderung, dass Sie nun fast alle zehn Jahre älter sind? Sie spielen immerhin zum größten Teil in der Besetzung der Uraufführung. Sie bekommen ja lediglich mit Stefan König einen neuen jugendlichen Liebhaber an Ihre Seite.

 

CORINNA: Natürlich hat sich so Einiges verändert: Wir kennen uns alle 10 Jahre länger, sind besser aufeinander eingespielt und insgesamt routinierter. Doch so schön es ist, von vertrauten Gesichtern umgeben zu sein, ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit Stefan – wer bekommt schon eben mal so einen neuen jugendlichen Liebhaber gestellt?

 

JAM: Ist es besonders schwierig, neue Musik einzustudieren? Ich meine, größtenteils gibt es ja Musik bereits, die man sich auf CD so oft anhören kann, bis man die Lieder drauf hat. Das Autoren-Team Wszolek-Krause hat speziell für Sie aber schon so viele Songs neu komponiert, die Sie völlig aus dem Nichts lernen müssen.

 

CORINNA: Es ist eher besonders leicht: Thorsten kennt meine Stimme und komponiert die Stücke in Tonlage und Melodie so, dass Sie nicht nur zur Rolle, sondern auch zu mir passen – wenn das kein Luxus ist?!

 

JAM: Was denken Sie, wie kommt es, dass Sie immer wieder mit Thorsten Wszolek zusammen spielen? Es gibt ja Kollegen beim Mund Art Theater, die verkörpern häufig Parts eng miteinander und dann wieder welche, die begegnen sich zumindest auf der Bühne nur peripher. Man kann mit Recht sagen, dass Sie zusammen mit Ihrer Kollegin Stefanie Hehn zu den bevorzugten Bühnenpartnerinnen von Thorsten Wszolek gehören.

 

CORINNA: Wir haben Beide einen schrägen Humor und stehen seit der Schulzeit gemeinsam auf der Bühne – das macht unser Zusammenspiel unkompliziert: „man kennt sich“ und weiß „das passt“. Da gibt es keine Berührungsängste, kein Blatt vor dem Mund und keine unnötigen Missverständnisse.

 

JAM: Gibt es irgendwelche Rollen, die Sie zukünftig beim M.A.T. noch gerne spielen möchten?

 

CORINNA: Die Wirtin vom WEISSEN RÖSSL mit Thorsten als liebestrunkenem Kellner an meiner Seite – allerdings ziert der sich noch ein bisschen...

 

JAM: Dann bleibt mir nur noch, Ihnen für das Revival von MEI FAIR LISSBETH alles Gute zu wünschen!

 

CORINNA: Danke – ich freu’ mich drauf!

 

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