Nachgefragt
Webmaster JAM im Gespräch mit den Autoren von MEI FAIR LISSBETH, Herrn Generalintendant Thorsten Wszolek und Werner Krause
November 2007, anlässlich der 3. Produktion von MEI FAIR LISSBETH
JAM: Werter Herr Generalintendant, lieber Herr Krause, Sie revivalen das Musical MEI FAIR LISSBETH nun bereits zum zweiten Mal. Kann man davon ausgehen, dass Sie derzeit keine Ideen für neue Werke haben?
WSZOLEK: Wegen solch eloquenter Fragen sind wir nicht gekommen. Zur Sache bitte!
JAM: Aus Ihrer beider Feder stammen neben MEI FAIR LISSBETH (1996) die Musicals CRAZY HOTEL (1995), ES POPPISCH MARIESCHE (1998) und DIE FEUERZANGENBOWLE (2004). Zu ein paar Songs des Wszolek-Musicals DIE MUNDART WEIHNACHTSGESCHICHTE (1997) haben Sie, Herr Krause, Songtexte geschrieben. Warum nehmen Sie gerade MEI FAIR LISSBETH nun schon zum zweiten Mal wieder auf den Spielplan?
WSZOLEK: Auf den Dauerbrenner DIE MUNDART WEIHNACHTSGESCHICHTE, der das Publikum nun genau zehn Jahre erfreut hat (wir sprachen darüber), war die ursprüngliche Idee nun jährlich im Wechsel eines unserer Musicals zu zeigen. Da wir CRAZY HOTEL bereits in den Jahren 1999 und 2005 revivalt haben und sogar 2000-2001 auf Tournee hatten, fiel die Wahl eindeutig auf MEI FAIR LISSBETH, die bei uns und On Tour zuletzt 2002 gezeigt wurde. Allerdings zeichnet sich bereits jetzt so große Ticketnachfrage ab, so dass ich mir gut vorstellen kann, dass beliebte Satire-Musical auch in den kommenden Jahren regelmäßig auf dem Adventsspielplan zu haben.
WERNER: Dazu kommt, dass wir stets versuchen Musik und Texte zu aktualisieren und der Zeit anzupassen.
JAM: Herr Generalintendant, haben Sie denn einen Lieblingstext, den Werner Krause für einen Ihrer Songs geschrieben hat?
WSZOLEK: Mein persönlicher Lieblingstext ist „Ich will’s jetzt gleich“ eben aus MEI FAIR LISSBETH. Als Werner ihn damals erstmals vorlegte, habe ich stark daran gezweifelt, dass es Corinna Weiß gelingen würde, so viele Silben in nur so kurzer Zeit singen zu können – aber sie hat es zu unser beider Erstaunen spielend hinbekommen. Seitdem ist das für mich das Ausgefeilteste, was wir haben.
JAM: Und Ihnen, Herr Krause, welche Melodie von Thorsten Wszolek ist Ihnen besonders ans Herz gewachsen?
WERNER: Es tut mir Leid, aber es fällt mir schwer aus den vielen tollen Songs spontan einen auszuwählen. Wenn’s denn sein muss – „Steck die Händ in die Dasch“ auch aus MEI FAIR LISSBETH.
JAM: Herr Generalintendant, für DER KÜHNE SCHWIMMER haben Sie Norman Kalle gecastet, nun für MEI FAIR LISSBETH Stefan König für die Rolle des Johann Nitter. Man kann also mit recht sagen: Die jugendlichen, bezauberndes Schönheiten und Frauenlieblinge fliegen Ihnen geradeso zu. Wie machen Sie das bloß?
WSZOLEK: Wo Schönes iss, kommt Schönes dazu!
JAM: Herr Krause, wie ist das für Sie, mit so vielen jungen Menschen auf der Bühne zu stehen?
WERNER: Es hilft mir mein Alter zu vergessen.
JAM: Was würden Sie beide sagen, ist an Ihrer gemeinsamen Musik das besondere? Haben Sie einen eigenen Stil, gar einen eigenen Sound?
WSZOLEK: Also, ich arbeite sehr gerne mit Bläsern...
JAM: Das wissen wir ja alle!
WSZOLEK: Stopp!
WERNER: Ich glaube, das ist mit der Grund unserer guten Zusammenarbeit, dass es mich nicht interessiert mit „welchen“ Bläsern er gern arbeitet.
JAM: Herr Krause, Sie sind auf den Tag genau exakt 40 Jahre älter als der Herr Generalintendant. Sie sind sich relativ ähnlich. Sie spielen beide Theater und schreiben mit Leidenschaft Texte und Songs. Worin unterscheiden Sie sich am meisten?
WERNER: Ich bin mit meiner Ingeborg verheiratet. Der Thorsten hat keine Frau.
WSZOLEK: Können wir dann mal wieder zum Thema kommen? Isch hab’ net viel Zeit!
JAM: Ich denke, wir können auch hiermit schon zur Abschlussfrage kommen? Sie beide spielen und singen in MEI FAIR LISSBETH seit der Welturaufführung in 1996 in denselben Rollen. Sind diese Figuren nun auch elf Jahre älter geworden, oder denken Sie, das Publikum bemerkt das nicht? Glauben Sie nicht, dass Sie da bald mal neue, jüngere Darsteller für brauchen?
WSZOLEK: Also Werner, ich denke, wir brauchen zunächst einmal einen neuen Webmaster!
WERNER: Meine Unterstützung hast Du.
JAM: Dann bleibt mir nur, Ihnen wie immer viel Erfolg für die Vorstellungen zu wünschen. Ich danke Ihnen beiden für das erfrischende Gespräch!
WSZOLEK: Penner!
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