Nachgefragt
Webmaster JAM im Gespräch mit Johann-Darsteller Stefan König
November 2007, anlässlich der 3. Produktion von MEI FAIR LISSBETH
JAM: Herr König, neben mehreren Bewerbern haben Sie sich für die Rolle des jugendlichen Liebhabers Johann vorgestellt und haben vorgesungen. Was glauben Sie, warum sind Sie letztlich für den Part ausgewählt worden?
STEFAN: Ehrlich gesagte, wundere ich mich auch, denn meine Gesangskünste sind nicht gerade die allerbesten. Allerdings scheine ich Herrn Wszolek durch meinen Ehrgeiz überzeugt zu haben, denn ich wollte die Rolle unbedingt.
JAM: Was interessiert Sie an der Rolle und am Mund Art Theater? Es ist ja so ziemlich das Konträrste, das man sich zur Daily-Soap GZSZ vorstellen kann.
STEFAN: Da ich vor meiner Zeit bei GZSZ bereits einige male Theater gespielt habe, ist mir diese „Welt“ nicht ganz neu. Ich freue mich riesig, nach 2 Jahren Seriendrehalltag nun endlich wieder die Chance zu bekommen, vor Publikum zu spielen. Die Rolle des Johann in „Mei Fair Lissbeth“ reizt mich besonderes, da ich hierfür Hessisch lernen muss und mich meiner großen Angst, dem Singen vor Publikum (denn ansonsten tue ich es den ganzen Tag), stellen muss!
JAM: Ist es reizvoll, in MEI FAIR LISSBETH direkt mit dem Komponisten und den original Autoren des Musicals zusammen arbeiten zu können? Das ist ja eigentlich in der Theaterwelt eher selten möglich.
STEFAN: Stimmt! Ich glaube; dass so eine direkte Zusammenarbeit immer nur positiv sein kann. Ich jedenfalls freue mich sehr darauf, denn so kann man direkt über verschiedene Interpretationsmöglichkeiten der Rolle sprechen.
JAM: Wie ist das denn für Sie, als quasi Neuling in ein seit 1994 fest bestehendes Ensemble zu kommen? Die Darsteller und Mitarbeiter kennen sich alle seit mehr als zehn Jahren. Glauben Sie, dass Sie es schwer haben könnten?
STEFAN: Einige meiner zukünftigen Kollegen habe ich ja bereits kennen lernen dürfen und alle waren sehr sympathisch. Es ist immer ein komisches Gefühl, in einen bereits bestehenden Cast zu kommen, das war ja bei GZSZ genauso. Dennoch glaube ich nicht das ich es schwer haben werde. Ich bin ein offener Mensch und gehe auf Leute zu. Und ein Gesprächsthema haben wir ja bereits ;)
JAM: Was erwarten Sie von der Arbeit mit Ihren direkten Ansprechpartnern, Ihrer Partnerin Corinna Weiß, dem musikalischen Leiter Prof. Sándor Karolyí und dem Regisseur Thorsten Wszolek? Solche Menschen sind ja in der Regel recht eigensinnig.
STEFAN: (lacht) Das stimmt. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Zeit und hoffe, dass ich viel von ihnen lernen kann. Sándor und Thorsten haben mich ja bereits beim Vorsingen unterstützt und mir Mut zugesprochen. Und ja, sie sind beide sehr, sehr angenehm eigensinnig und absolute Profis.
JAM: Können Sie sich vorstellen, auf Dauer zu einem jugendlichen Zugpferd von einem festen Theater zu werden? Würden Sie gerne weitere Stücke beim M.A.T. spielen?
STEFAN: Man muss sehen wie sich die Zusammenarbeit entwickelt, dennoch könnte ich mir zum jetzigen Zeitpunkt sehr gut vorstellen, noch weitere Stücke am M.A.T. zu spielen. Ein jugendliches Zugpferd eines Theaters zu sein?? Wow!!! Das wäre doch ein Traum!!!
JAM: Dann bleibt mir nur, Ihnen viel Erfolg mit MEI FAIR LISSBETH zu wünschen und hoffentlich behandelt Sie der Generalintendant genauso gut wie alle anderen im Ensemble. Ich krieg’s ja leider immer ab...
STEFAN: Vielen Dank!
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