7. Spielzeit: 2000 - 2001

7. Spielzeit: 2000 - 2001

Kurze Zeit für Hörfunk

Thorsten Wszolek schreibt für den Hörfunksender hr3 die Comedy-Daily „Gartenfreunde Donselborn - Die Schrebergärtner", die täglich unter der Woche zur besten Sendezeit um 7:40 Uhr in der Frühsendung „Pop & Weck" läuft. Der Figur Richard leiht er selbst seine Stimme. Sein Gartenfreund Albert wird von Charly Neuroth gesprochen.


Die größte Besucherbruppe bei BIG BROTHER ever

Am Tag der Deutschen Einheit bricht sich Thorsten Wszolek den linken Ellenbogen und muss einen Gips von der Hand bis zur Schulter tragen. Aus dem Verkehr gezogen verbringt er seine Tagesfreizeit vor dem Fernseher und sieht erstmals "Big Brother" (2. Staffel). Zu dieser Zeit kündigt der Nominator Christian seinen freiwilligen Auszug aus dem Container an. Wszolek bezweifelt das und wettet gegen Orchesterkollegen. Sein Wetteinsatz ist ein Adventskonzert mit den Mainhatten Pops im Garten des Big Brother Hauses.


Christian verlässt das Haus. Von schadenfrohen Kollegen genötigt ruft Generalintendant Thorsten Wszolek bei BB-Produzent Rainer Laux an und berichtet von der verloren Wette. Der findet die Idee großartig. Sofort wird der Auftritt des Orchesters auf den 3. Dezember 2000 festgelegt.

Am 3. Dezember löst Thorsten Wszolek zusammen mit seinen Mainhatten Pops im Garten des Big Brother Gartens die verlorene Wette ein. Die Session wird von Endemol auf mehrere Sendungen auf Premiere-World, RTL und RTL II. verteilt. Ein Making-Of wird am 7. Dezember auf RTL in der Big- Brother-Reportage gesendet.


Die Big-Brother-Bewohner äußern sich emotionell und zu tiefst gerührt vom Auftritt des 40 Musiker starken Orchesters, haben sie doch seit Wochen keinerlei fremden Menschen mehr zu Gesicht bekommen.


Natürlich gibt es zum Schluss "König der Toréros" aus CRAZY HOTEL.


Die erste kulturelle Auszeichnung

Die Stadt Neu-Isenburg beschließt, dem Neu-Isenburger Mundart-Ensemble den Kulturpreis 2000, dotiert mit DM 5.000,00, zu verleihen. Dieser wird zur diesjährigen Abendvorstellung von DIE MUNDART WEIHNACHTSGESCHICHTE am 4. Advent 2000 überreicht durch Bürgermeister Oliver Quilling und Kulturdezernent Theo Wershoven. 

Die Mundart Weihnachtsgeschichte, Musical, Charles Dickens, 2000, Andreas Stenschke, Thorsten Wszolek, Ebenezer Scrooge

Das Musical basierend auf Charles Dickens' "A Christmas Carol" spielt nun im 4. Jahr. Als Gast ist diesmal der ARD-„Verbotene Liebe"-Star Andreas Stenschke dabei, der die Rolle des Scrooge-Neffen Fred spielt. Ansonsten orientiert sich die Neufassung maßgeblich an der 97er Inszenierung. Das Orchester wird diesmal eingesetzt. Es dirigiert Prof. Karolyí, da Wszolek selber als Darsteller agiert.


Die Bühnendesignerinnen Kornelia Brandmeier und Brigitta Philipps lösen den altverdienten Veteran Willi Kohl ab und entwerfen Walt-Disney-hafte Kulissen.


Die gesamte Produktion wird für den 22.12. ans Bürgerhaus Frankfurt-Harheim verkauft.


Der kurze Traum von eigenen Räumen

Das Neu-Isenburger Mundart-Ensemble eröffnet am 3. Februar 2001 sein eigens Theater, das „Kleine Haus" mit einem Fassungsvermögen bis max. 100 Zuschauern, das extra für Theaterbelange umgebaut wird. Nach ein paar wenigen Veranstaltungen zeichnen sich allerdings schnell infrastrukturelle Probleme ab. In Ermanglung an maßgeblich Parkplätzen und einer Ausschankkonzession wird das Kleine Haus in August wieder aufgegeben.


Und noch mehr Katastrophen

Das "Kleine Haus" hatte bereits großen finanziellen Schaden angerichtet. Obendrein gelangt am 3. und 4. Mai 2001 die Produktion des Comedy Musicals E DUTT VOLL MÜCKE unter schwierigsten Umständen zur Premiere. Während der Proben kommen zunächst der Verwaltungschef Jürgen Link-Hessing und kurz darauf der Bühnentechniker Reinhold Hehn für sehr lange Zeit ins Krankenhaus und anschließend in Rehabilitation. Eine Woche vor der Premiere folgt einer der Hauptdarsteller, Andreas Stenschke, mit Herzrhythmusstörungen, die Inspizientin Gudrun Menge, der Bühnenmeister Ede Wolff, und Werner Krause verletzt sich während der Kulissenaufbauphase. Obwohl der Hauptdarsteller Horst Becker mit seinem Partner Thorsten Wszolek brilliert, Jörg Sturm exzellent für den erkrankten Andreas Stenschke innerhalb 3 Tage einspringt, ist der Verlauf der Premiere von Pannen geprägt und floppt.


Die schlechte Mundpropaganda und die teils berechtigt negativen Pressestimmen lassen die Zuschauerzahlen in den Keller sinken. Das Mund Art Theater steht erstmals seit seiner Gründung ernsthaften Existenzängsten gegenüber.


Da aber alle „guten" Dinge drei sind, muss darüber hinaus noch ein großes Openair-Konzert des Mainhatten Pops Orchesters im Waldschwimmbad am 20. August 2001 abgesagt werden, da es zu Differenzen mit der Sponsoring-Agentur kommt.


Das Ganze landet vor Gericht. Das M.A.T. gewinnt den Prozess in allen Belangen, guckt aber durch die Pleite der Sponsoring-Agentur finanziell ins Leere.

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